Barrerinhas 13.-15. September 2024
- Milena da Silva Reis

- 14. Sept. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Sept. 2024
Wieder ist die Fahrt weit. Man ist hier daran gewöhnt und spricht nicht wirklich darüber. Wir wären wieder mal durch die Schweiz durch gefahren, nur mit geschätzten 100'000 buracos und 100 lombadas, dazwischen die schnurgeraden endlosen Strassen, wo man einfach immer weiterfährt. Mal mit 140, mal ist 20 zu schnell. Ivan ist heute unser motorista, sein Auto gut für hier, bitte nicht vergleichen mit unserem herausgepützelten Luxus.
Locker mal fünf Stunden, dazwischen ein kurzer Halt zum almoço, am ponto im Nirgendwo.
Wir fragen Ivan viel, er antwortet für hiesige Verhältnisse Einwilligung, bis nach dem Mittagessen. Er hatte wohl einfach Hunger. Zum ersten Mal habe ich Mühe, jemanden zu verstehen. Bin aber mehr als erleichtert, als mich Luís anschliessend erstaunt fragt, wie ich es denn geschafft hätte, ihn zu verstehen. Ich antworte, ehrlich gesagt hätte ich etwa 60 bis 70% verstanden und manchmal einfach ah, sim, então, legal, pois é oder sowas, auf gut Glück eingestreut. Luís krümmt sich vor Lachen, es habe voll gewirkt, als ob ich alles verstanden hätte, und ich sage, ich glaube, er war jedenfalls zufrieden.
Das nächste Abenteuer: Kaum waren wir um drei in der Posada Encantes do Noreste angekommen und hatten nach einer Post gefragt, hiess es, die gehe um 5 zu und sei per Taxi 20 Minuten entfernt.
Tropfend stellte ich zwei Taschen zusammen, je mit warmen Sachen und Outdoor Equipment und mit Geschenken und Technik, einfach allem, was ich nicht hier lassen wollte und nicht mehr brauche, inklusive einer Liste mit allen Inhalten, allen Daten für Absender (Marise) und Empfänger (aonde é a Suíça?).
Natürlich hatte es keine Caixa zu kaufen, also gingen der Taxifahrer und Luís auf Jagd nach einem Packpapier. Ich stellte sicher, dass ich noch bedient werde und vervollständigte die Inhaltsliste. Das halbe Städtchen (80'000 Einwohner) war ab halb fünf irgendwie in der Post. Lustig die Gespräche, stressig der Versand, wie immer. Ich konnte dann nur ein Paket schicken, auch rohe esmeralda gehen nicht.
Nun, wenigstens schon mal 4,6kg weniger.
In Manaus hatte ich 130 R$ Strafgebühr bezahlt. Jedenfalls waren wir rechtzeitig und sahen das Stadtzentrum, inklusive der Wanderung, die alle ein bis drei Monate abgetragen und an den Stadtrand gebracht wird, bis sie wieder da ist.
Fertig aventura? Denkste. Wir dachten, wir bleiben gemütlich im Hotelbeizli, das sei am Ende der Anlage, direkt am Fluss. Um sechs ist es stockfinster, und als wir aus dem Gartentor heraus einen Camionfahrer auf der Sandpiste fragten, ob dort hinten im Dunkeln irgendwo ein Restaurant sei, verneinte er. Wir kehrten um und trafen auf fröhliche Frauen aus dem Hinterland von São Paulo, die sagten, sie gingen auch zum Jantar, wir sollten doch mit ihnen kommen. Wir bestellten den Shuttle. Und stellten fest, dass eine Kurve und ca. 70 Meter gefehlt hatten.
Es wurde ein fröhlicher Abend, die Reisegruppe war lustig, wir alle beschwingt durch die Klassiker, vorgetragen von Totti.
Hach, der Abenteuer nicht genug. Auf dem Weg nach etwa 30 Minuten kamm ein Zap an Luis, ob wir denn nicht etwas vermissten. Es war alles aus dem Tresor: meine zwei Pässe, der Journiausweis, alle meine Kreditkarten, all mein Bargeld. Ich hatte nur dir die Swiss Bankers Karte mit hundert Franken und wenig Bargeld mitgenommen. Ivan sagte, er müsse morgen eh wieder nach São Luís. So beschlossen wir, dass ich ich bis dann wohl überleben würde, hinterliessen all seine Daten und fuhren weiter.
Später am Abend rief er mehrmals an, hinterliess dann Sprachnachrichten: er sei bereits in São Luis und habe bereits meine Sachen geholt, er brauche aber Geld für die grosse Verantwortung. Nun, zweimal vier Stunden Fahrt ohne Pause, aber bezahlt, also eine halbe Stunde Mehrarbeit plus Verantwortung...Ich schlug 200 vor.
Das fand er schlecht, er sei extra hingefahren und fahre am Morgen um fünf wieder los. Huch, es wurde etwas teurer.
Wenigstens hatte ich meine Wertsachen wieder.
Übrigens, wer immer nur den letzten Blog liest: ich bin immer etwas atrasada, hingedry... Ich schreibe nach und nach auch bei vorherigen Blogeinträge etwas dazu. So jetzt nach 5h Schreiben beim ersten Drnk zum Amazonas....











































































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