Campo Grande 23.-25. August 2024
- Milena da Silva Reis

- 24. Aug. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Die Reise in die äusserste südwestliche Region von Brasilien begann um 02.30, und ich kam im Hotel Ipē um drei Nachmittags an, also um 2, denn hier sind es sechs Stunden Differenz zur Schweiz.
Zwei Flüge, und beide habe ich gut überstanden. Im zweiten von São Paulo nach Campo Grande schüttelte es lange, von Süden her eindrücklich: eine unglaublich grosse weisse Wand im Anmarsch. Tatsächlich fielen die Temperaturen von Freitag auf Samstag von 35 auf 17 Grad.
Ich schrieb nach Hause: ich bin im wilden Westen angekommen!
Viiiiiiiel Platz, fast nur einstöckige Häuser. Kaum jemand zu Fuss unterwegs, alle Distanzen gross. Und ich schickte den Stadtplan und dazu die Aussicht aus meinem Hotel:
Der Baum ipē wird von vielen Städten im südlichen Brasilien als Symbol der Region verstanden, so auch hier, vorallem der gelbe:
Ich war definitiv hungrig, noch mehr als müde, und so ging ich guten Mutes zu Fuss und in Sicherheit los, hatten es mir doch der motorista Luiz und auch das Hotel versichert, alles tranquilo hier.
Dass es etwas wie in der Pampa ist, merkte ich bald auch daran, dass die Zöliakie hier noch nicht so bekannt ist.
Ich blitzte mit glutenfreien Wünschen in drei Restaurants (also eigentlich Baracken, die vorne geöffnet sind) ab und landete um supermercado, dort bekam ich dann eine "Omelettschi", mit vielen interessanten Zutaten.
Doch dann waren anderthalb Stunden Tiefschlaf angesagt, bis mich Raquel abholte. Vamos passeiar um pouco, gehe wir ein bisschen spazieren, heisst hier zwei Stunden herumfahren und einen tollen Eindruck der Stadt bekommen.
Raquel ist die Mutter meines Ziehsohnes Luis, sie ist Prof. hier an der Uni und in vielen Projekten für und mit der indigenen Bevölkerung hier im Pantanál betraut.
Ich lernte auch das Zuhause von ihr und Luis kennen. Matteo, sein Bruder, ist der letzte der 5 Geschwister, der noch Zuhause ist, weil er hier studiert.
Wir gingen dann in die Feira Nacional, ein Gemisch aus Markt und vielen Restos, wie sie hier üblich sind, und assen... beim Japaner, die haben dort extra ein bekanntes Gericht kreiert, Sobá, das auch das Wahrzeichen der Feira ist. Und dazu tranken wir Abaxi- und Hortelâ-Saft. Lecker! Dessert kauft man im Vorbeigehen, für uns gab's KokosZuckersüüüüüss.
Natürlich gingen wir lädele und ich kam mit vielen Geschenken der hiesigen Handwerkskunst der Paraguayaner und Bolivianer um halb 12, Rio halb 1, zurück.
Am Samstag Morgen ging's früh weiter.
Um 8 holte mich Raquel ab. Im Frühstückssaal waren rund 30 Jugendliche, welche an der Robótica teilnehmen.
Raquel fuhr mit mir zum Biopark Pantanál, der die Form eines Pacú hat, DES Fisches im Pantanál.
Drin ein absolut cooles Museum, das alles über den Pantanal interaktiv, nachlesbar, anfassbar, begehbar darstellt. Mit der bestmöglichen Führung.
Und dann: 5km Rundgang durch den Park, mir Araras, die im heutigen kalten, grauen Himmel nicht schön auf Fotos sind, mit kleineren Perrequinhos, mit Bäumen, deren Früchte und Samen die Indigenen für Pulver, Farbe und zum Essen brauchen, alles von Raquel erklärt, gezeigt, und gesammelt haben wir sie auch.
nd ann: die Kapibara, ohhhhh, die Kapibara!

































































































































































































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