Ilha Grande 12.-19. August 2024
- Milena da Silva Reis

- 15. Aug. 2024
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Aug. 2024
Bisher der paradiesischste Flecken, den ich je gesehen habe.
Es hat alles hier: gutes Klima, meist sauberes Meer, Urwald, ist gut erschlossen, sicher, entspannt, keine Autos (stimmt fast: eins für die Feuerwehr und eins für die "Ambulanz "), locker, liebe Leute, umweltbewusstes Verhalten, soweit möglich, keine Obdachlosen (wenn nötig, bauen sich die Leute ihre Hütten selbst, und hier ist es nicht interessant für die Ärmsten, weil es keine Sozialanlaufstellen gibt, keine gratis Transporte und keine sehr einfach verfügbaren/ Interessenten für Drogen, und weil die Orte klein sind, greift die überall plakatierte denúncia, eigentlich ein Aufruf, alle Verbrechen der Polizei zu melden, im Alltag als soziale Kontrolle umgesetzt. Sogar die Strassen werden täglich gereinigt, was sehr ungewöhnlich ist, da es keinen Asphalt gibt. Da wird täglich fein säuberlich die Sandstrasse mit dem Rechen von den Blättern, Blüten, Kokosnüssen und den paar wenigen Pappbechern geputzt, dann kommt die Müllabfuhr mit dem Handwagen.
Das Hotel Pousada Aquarela do Mar, das meine agência Gondwana Brasil für mich ausgesucht hat, war einfach, schön, mit allem was es braucht. Und Helen, die den Laden schmeisst, sehr hilfsbereit, sympathisch, offen - man hat sofort das Gefühl, eine Freundin gefunden zu haben. Das Café da manhã ist frisch, mit frisch gepressten Fruchtsäften, sie haben für mich auch täglich meine Tapioca gemacht. Sie gab mir Strandtuch und einen der lustige Strandsessel aus Aluminium mit, wenn ich am Hauptstrand in Abraão den Sonnenuntergang geniessen wollte. Danke Helen!
Es gibt jede Menge wunderschöne Sandstrände für jeden Gusto, die bequem schnell zu erreichen sind, beim Hauptort Abrâo selbst, im kleinen, sich steil erhebenden Ort der Hauptstrand gleich für alle vor der Türe, dann andere kurz, weit, und sehr weit, flach, steil, exponiert und immer teilweise durch den Wald zu erreichen. Die trilhas, Wanderwege, sind einigermassen einfach und von der Natur her sehr sicher - wenn denn mal eine Schlange daliegen würde, gehe sie schnell weg, wird mir erzählt. Fotos konnte ich von den schwierigeren keine machen, da braucht man beide Hände.
Dann hat es Boote in jeder Grösse und Form, Taxiboote, Escunas (Schoner), Schnell-Transportboote (Flexboat und andere), Kajak, Bretter, Flosse, Motor- und Segelboote in allen Ausführungen und Formen.
Die Boote sind mit einfachen, kleinen Ankern im Sand befestigt, zum Ein- und Aussteigen fährt man einfach auf den Sand drauf und dann als Besitzer mit dem Dingy zurück.
Zu vielen Buchten und vor allem zurück, wenn man keine Lust mehr hat, zu laufen, gibt es Taxiboote, s. oben. Für 10 Minuten, ca. 6km, kostet dies $R 25.00 pro Person, etwa 4 Franken.
Die Sonnenuntergänge sind eigentlich keine, weil Abrãao in einer Bucht liegt - der Himmel, das Land gegenüber, das Meer, die Stimmung sind dafür kurz nach Sonnenuntergang umso schöner. Man kann super gut auch alleine beim Heimlaufen, wo ich sowieso am Strand entlang musste, alleine kurz oder lang hinsitzen und die Stimmung bei schöner brasilianischer Musik, an manchen Orten live, und einem leckeren Caipi, den es in tausend Varianten gibt, geniessen.
Ganz cool und eher für Sportliche ist die Volta und die ganze Insel herum. Da war ich von allen etwa 12 Booten à 15-30 Leuten, die unterwegs waren, ganz klar generationenmässig eine Exotin. Auf unserem Boot war ich die einzige Seniorin, hier hat man ab 60 überall Rabatt (beim Ausflug leider nicht).
Und da wird auch nicht nach der Sprache gefragt. Zu den Buchten fährt man in gut motorisierten Booten (findet ihr oben meines?). Das ist auch nötig, auf der Südostseite knallt das offene Meer daher, mit ruhigen 1m Wellen, das bedeutet 2 Meter und in einer Breite von etwa 10 Metern. In den Bildern unten sieht man die Wucht teilweise. So sind auch ruhige Buchten sehr bewegt. So sehr, dass mich eine Welle, da gerade die einzige, und das kann passieren, beim brusthohen Waten an Land erwischt hat - ich hatte den wasserdichten Beutel um den Hals, konnte gerade noch die Sonnenbrille fassen, wurde nach unten gedrückt. Ich kenne das und weiss, dass man schnell wieder auftaucht. Typisch brasilianisch waren alle auf dem Boot und an Land am Schreien, aber keiner war reingesprungen.
Wenn wir beim typisch Brasilianischen sind: diese 2 Fotos brauche ich nicht zu kommentieren:


Hier ein paar Eindrücke rund um die Insel:
Die eine Bucht, Aventureira, dort wo die Aussicht, die Bademöglichkeiten, die Lage fast zu schön sind, um im nüchternen Zustand wahr zu sein, wurde, wie ich vermutet hatte, von den Hippies entdeckt. Es gibt hier und überhaupt auf der Insel noch ein paar wenige, auch etwas südlich von Paraty ist ein immer noch aktiver Treffpunkt. Die Leute in der Region sagen, wenn du dort aussteigst, bist du schon high vom Duft in der Luft.
Ach ja, und die Fauna und Flora. Ich bin halt nicht nur an Architektur und wunderbaren Aussichten, sondern auch an der Natur, bis zu den gemeinen Ameisen, interssiert. Und auf der Ilha Grande haben die Vögel keine Angst vor den Menschen und sitzen mitten auf der Dorfstrasse oder im Dorfbach, oder im eigenen Garten wohnt der beija-flor, der Kolibri, zusammen mit dem bem-te-vi (sein Ruf klingt genau so). Siehe auch in meinem Feed auf Insta unter @mbdsreis oder Facebook.
Und die Hunde und Katzen liegen mitten im Weg, sie wissen, dass Menschen, Velo und Handwagen ihnen ausweichen.



























































































































































































































































































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