top of page

Mini-Urwald 4. August 2024

  • Autorenbild: Milena da Silva Reis
    Milena da Silva Reis
  • 7. Aug. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Im letzten Post erzählte ich etwas von Gegensätzen. Das hier gehört eigentlich dazu. Die Baixada Santista ist, wie viele Küstenregionen in Brasilien, hügelig. Wenn es dann einen Strand hat, dann oft einen immensen. Der Strand von Santos ist von der Ponta da Praia bis zur Ilha Porchat, der Grenze zur nächsten Stadt São Vicente, je nach Berechnung 8-12 Kilometer, unterteilt in 6 Kanäle, welche die Bairros abgrenzen. Sie wurden erbaut, um die sehr flache und sandige Insel von Santos zu entwässern und vor den Gezeiten zu schützen.

Gerade bei der Ilha Porchat erhebt sich ein 160 Meter hoher Hügel, welcher mit einer abenteuerlichen Sesselbahn von der Praia Itararé direkt durch den Urwald hinauf erschlossen ist.


Das mit "mitten durch den Urwald" ist wörtlich zu nehmen, die ständig zurückgestutzten Bäume werden trotz aller Bemühungen bitzeli berührt.

Macacos sind Affen, und die hat es. Wir sahen einen beim Hinunterfahren, da war leider mein Akku leer.

Oben ist es typisch brasilianisch. Ein kleiner Kiosk, paar hingestellte Tische, und ein Weg, wo man zuoberst auf den Monte Itararé hinauflaufen könne. Es sind bestimmt hundert Meter.

Dort: Rambazamba, Klimbim zum Kaufen, laute Musik, eine kaum abgegrenzte Startrampe für Gleitschirmflieger und so viele Leute, dass ein Zuschauer- und Aussichtsdurchgang errichtet wurde. Die Tandemflüge dauern 10 Minuten und sind so abenteuerlich, wie sie aussehen. Ein Pilot bleibt im Gegenwind knapp über uns hängen, bis er nach seitlichem Abdriften endlich direkt in 2 Minuten nach unten sinkt. Der nächste ist ein Tandemflug. Der Junge wird begleitet und über den Absprung geschupst, und er hängt kopfüber vorne im Gleitschirm. Der Pilot kann ihn gerade noch aufrichten. Wer das Video pausiert, kann das sehen.

Wir machten brav ein paar Selfies und hatten genug gesehen.

Nach dem "Abstieg"

bewunderten wir die doch sehr hohen Bambus und die Pflanzen bei der Bergstation.


Wir entdeckten einen Weg, der in den Urwald hineinführte. Bald wurde er schmal, und bei der nächsten Gabelung wollten wir schon umkehren, gab es doch ungemütlichen Geräusche, und weit und breit war niemand zu sehen.

Da kamen zwei Männer und riefen uns zu, wir sollten ja nicht dort lang gehen.

Kurzentschlossen hechteten wir ihnen hinterher, konnten ihnen kaum folgen, versuchten sie aber in ein Gespräch zu verwickeln, und schon hatten wir eine kundige Führung zu zwei Aussichtspunkten gefunden.


Bald einmal trennten sich die anderen von uns, um nochmals zum ersten Aussichtspunkt zurückzukehren. Man kann nicht überhören, dass bei 30 Grad bei dem Tempo mit Filmen meine Pumpe etwas mehr Sauerstoff benötigte.

Wir erfuhren beim Rückweg, dass unser Gratisguide ein Gleitschirminstruktor war und abchecken wollte, wo man noch den Wald zurückstutzen müsse.


Auf dem Rückweg im Sessellift sahen wir den Affen just in dem Moment, als mein Akku aus war. Man hört uns noch suchen...


...eigentlich hatte ich noch mehr geschrieben, aber, wie oft hier, ist in der Stadt der Strom ausgefallen und mein restlicher Beitrag, schwupps, abgestürzt.

Ich werde in den nächsten Tagen wieder weiterschreiben, jetzt geht's ans Packen und Abschied nehmen....


 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen

+4179 651 83 12

  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn

©2021 Wortgold GmbH. Erstellt mit Wix.com

bottom of page