Rio Preguiças 15. September 2024
- Milena da Silva Reis

- 16. Sept. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Sept. 2024
Ein Tag auf dem Fluss bis zur Mündung in den Atlantik - eine erlebnisreiche Reise!
Wir wurden mit dem Uber das Lenções, wie ich es nenne, abgeholt. Da es in Barreirinhas und ab hier östlich keine Uber mehr gibt, nur Taxi, Buggy und eben die Toyota mit Aufbau, fragte ich, wie man den hier einen günstigen Transport findet. nun, das gewöhnliche Volk nimmt einen der Toyota, einen 4x4, mit Aufbau. Kostet nichts oder wenig. Wie Uber, eben.
Unten kommt ein Voadeira extra nur für Luis und mich. Der Fahrer spricht starken Dialekt, gesprächig ist er nicht, aber er sagt alles Wichtige. Wir müssen den ganzen Tag Sicherheitswesten tragen, der Fluss ist zeitweise so rau, dass wir Gefahr laufen, herausgeschleudert zu werden. Alle Sachen gut festhalten oder verstauen ist ebenfalls ein guter Plan. Der Fluss mäandert stark, und die Einwohner des nächsten Dorfes haben vor langer Zeit einen Verbindungskanal gegraben, und so spart man gleich eine Stunde Weg.
Die grossen Mangroven-Wurzeln sind eindrücklich, der Wald dicht und scheinbar unbewohnt. Wenn man genau hinsieht, sieht man immer wieder indigene Dörfer, man sieht in der Nähe von Barreirinhas noch Ferienhäuser. Je weiter man den Fluss hinunterfährt, desto verzweigter wird er, hat viele Inseln und Seitenarme. Mal hat es meterhohe Wellen und wenn man nicht richtig sitzt, könnte man wohl einen Schaden nehmen, bateu, sagt der Fahrer. Mal ist es sanft gekräuselt, je nach Windexposition.
Bei der Affeninsel halten wir eine halbe Stunde, was hier einfach heisst, macht nicht ewig lange. Wir gehen zu den süssen Affen, steigen mit Hilfe eines Seils auf die Sanddüne, nachen Fotos und es reicht auch noch für ein Coco gelado.
Und wir halten im Ort mit dem Farol de Mandacarú, den wir über 176 Treppenstufen besteigen. Zum Glück sind die lauthals grölenden Touristengruppen alle eben abgefahren, wir sind ganz alleine und lauschen dem starken Wind. Man sieht hier die Steppe, das Meer, die Sanddünen, die vielen Reihen mit Windrädern. Die Gezeiten zu nutzen, ist hier noch nicht bekannt.
Und wir essen in Cabouré einen Fisch mit Touristenpreis. Man schickt uns zum Meer, bis er vorbereitet ist. Die Hütten aus Palmenwedeln sind hier wirklich exotisch schön, das Meer extrem wild - und waaaarm.
Baden soll man nicht, dafür im Fluss. Die Hängematten sind unerreichbar hoch, als wir ankommen, und mitten im Wasser, als wir weggehen.
Wir fahren an der Mündung zum "Hafen" von Atíns, wo uns der 4x4 schon erwartet. Nach fünf Minuten sind wir im Dorfzentrum in unserer Posada Jurará. Die ist noch einmal einfacher als die in Barreirinhas, aber wir waren ja verwöhnt in São Luís. Das Internet ist hier sooooo langsam, dass ich leider keine Foto hochladen konnte - sein 2h ist meine Testfoto am Laden....
Wir wären eigentlich todmüde, aber wollen den Ort kennenlernen, gehen in den Mercadinho und anschliessend zum Strand. Dort machen viele Restaurants, alle auf Stelzen, gerade zu. Die drei ganz am Ende sind noch offen, und da wollen wir eh hin: wieder ein so schöner Sonnenuntergang, diesmal mit Kitesurfern, die absichtlich ihre Halbmonde vor der Sonne zu platzieren versuchen.
Es wird hier sofort dunkel, und den beschwerlichen Weg durch den weichen Sand zurück ersparen wir uns, ich will eh mal Buggy fahren. Natürlich kann der erste, den ich frage. Die sind alle gleich teuer hier, man hat uns in der Pousada schon vorgewarnt. Unser Fahrer hat auch seine 2-jährige Tochter vorne auf dem Schoss, unsere Schweizer Mütter würden bei dem Weg schreien, hier einfach nur süss.













































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