
Von Santos nach Paraty 8. August 2024
- Milena da Silva Reis

- 9. Aug. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Aug. 2024
Die Costa Verde ist wunderschön.
Santos um 5 in der Früh zu verlassen war hart, aber ich danke Marco von Evaneos für die Organisation der Transfers, weil mit ü60 als Frau und alleine, dazu mit dem ganzen Hab und Gut für 3 Monate....
Da die Rodoviário dos Immigrantes eine der wichtigsten Verkehrsachsen Südamerikas ist, kommen da doch alle Güter von Santos nach São Paulo zu den Verteilzentren, ist die Autobahn auf 4 Spuren immer verstopft, es hat auf dreien Camions. Wir kamen aber superschnell durch. Das bedeutet, "nur" zwei Stunden für die 70 Kilometer. Und das bedeutet auch, schon kurz vor 7 in São Paulo anzukommen, obwohl der Ômnibus erst um 11 fährt. Ich konnte den Fahrer noch auf ein Café da manhã überreden, das heisst, er nahm ein frittiertes Fischbällchen mit Kaffee, ich zwei Milchkaffee (die sind hier etwas grösser als ein Espresso). Die Sonne war eben aufgegangen, der Ort hässlich, aber es war etwas Zeit rum.
Kurz nach 7 also war ich alleine am Busbahnhof Tietê. Wat nu? Ich sah zwei, drei Cafés, hatte aber eben keinen Bedarf und setzte mich im Terminal in den Wartebereich, wie im Flughafen vor 50 Jahren.
Zum Glück habe ich noch eine brasilianische Nummer, so konnte ich im Netz den Fahrplan verifizieren. Wie gesagt, wie vor 50 Jahren, kein Netz, schmutzig, Penner links und rechts, der Geruch... Details nicht nötig.
Da entdeckte ich, dass um 8 auch schon ein Bus fuhr!
Umtauschen war auch ein kleines Abenteuer, die Ticketschalter sind wie am Flughafen vor 50 Jahren... nur deine Unternehmung ist für dein Ticket zu deiner Destination zuständig, es hat etwa 50 in der Tickethalle.
Es war mittlerweile etwa 7.50 Uhr, und ich fragte, ob ich den Bus erwischen würde. Klar, nur noch rechts, raus, links ganz nach hinten, runter, zurück.... Ich fand eine Treppe, das Gate, den Bus, der Koffer flog rein, ich setzte mich in den reservierten Sitz und los fuhren wir, alles sicher ;-)

Ich war schon um 3 statt um 6 da....
Die Reise in den immer sehr klimatisierten Bussen ist angenehm und natürlich nicht mit Europa zu vergleichen. Sie führt durchs Gebirge und man ist froh, dass der Bus nicht zu hoch ist, und jedes Mal, dass man unten heil angekommen und nicht gekippt oder oder die Kurve verfehlt hat.
Zeitweise schläfert es einen ein, oder man kann Bäume, Wälder, Blumen, Tiere, Menschen, Dörfer, Küste, Strände, Hügel bewundern.
Ganz sicher gesehen habe ich die Kondor Station (glaube auch, welche gesehen zu haben), Fregatten, Albatrosse, Pferde, Affen, blühende Bäume und tausend Dinge mehr. Natürlich konnte ich nicht alles davon fotografieren. Interessant auch, wie die Termiten die kahlen Felder vereinnahmen.



























































































































































































































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